I found a job and change once again…

I am back…but not in an old life, it’s kind of new. But it’s still up north. New city, new job, new people. And it’s okay, it’s new, it’s different, but it’s okay. I know “okay” sounds not like wow, not like mindblowing, not like whooohoo. It was like wow, mindblowing, whooohoo the first weeks….and then there was this hole, this reality which caught me, which made me negate everything lasted around four days. And it kind of ended with my dearest friend from Iceland saying “Maria, remember, it was never easy, even not here. You had also struggles here. And we lived a normal life in the end, with working, being tired of work and so on.” Thanks to her I realised she is right. Big love for those friends who put you back where you should be. In reality. Since then reality is my friend again and I am okay. And okay is good. Cause I like it here, I like the new city, I love to be closer to my love, to discover great new places in his and my city, to be close to an old and beloved friend again, to live with cool flatmates, to enjoy a real summer with biking home in the middle of the night in a shirt and shorts, to bike with my old bike from childhood, to eat fresh fruits and greens from the farmers markets, to grow our own fruits and greens at the balcony, to still have Iceland in my head almost every day (as I work for an Iceland travel agency planning trips for germans), to have great and nice collagues, to have a good and okay life.

I learned in the past years, that it does not depend where you are, it depends on you, what you do out of situations, places, your life in general. But I have to remind myself on that every now and then. So, for now it’s okay to be here, to live this life. Hello there, I am still here.


P.S. And yes, I do miss Iceland a lot!

I see a darkness (wintertime in Iceland)

I hope that someday, buddy we’ll have peace in our lives
Together or apart, alone or with our wives
We can stop our whoring and pull the smiles inside
And light it up forever and never go to sleep
My best unbeaten brother, this isn’t all I see.
(Bonnie Prince Billy – I see a darkness)

Die letzten acht Monate wurde ich immer wieder gefragt, wie das so ist, in einem Land zu leben, in dem es immer dunkel und kalt ist. Keine Ahnung woher diese Annahme kommt, jedenfalls musste ich immer wieder erklären, dass es hier keineswegs immer kalt und dunkel ist. Im Gegenteil. Als ich vor acht Monaten hier startete, fing auch grad die Sommerzeit an, was bedeutete, dass es ganz lange nachts nicht dunkel oder nur dämmrig wurde. Ich habe das geliebt. Denn ich fühlte mich sooooo energiegeladen, es war überhaupt nicht problematisch, sich abends gegen 21Uhr nochmal ins Auto zu setzen und loszufahren, in die Wildnis, an einen einsamen Platz am Ende des Fjords und die wunderschöne Mitternachtssonne beobachten.

Westfjords74

Na gut, der Sommer in den Westfjorden war wirklich etwas besch…äh durchwachsen. Aber ich habe hier in Island nicht mit Traumwetter gerechnet, ich glaub das ist auch Einstellungssache. Aber trotzdem hab ich mir ein paar Mal die Nase und die Ohren gewaltig verbrannt, nämlich dann wenn auf unserer Terrasse kein Windchen wehte, dann warens da gefühlte 25 Grad. Und generell hab ich mich hier an diese Temperaturen gewöhnt, sodass ich selbst bei höchstens 15°C schon ein ordentliches Sommergefühl und Lust auf Sommerkleidchen hatte.

Westfjords18

“Aber sicherlich ist es jetzt im Winter ordentlich kalt”? Nö, bisher hatten wir einen ziemlich warmen November (wohl der wärmste seit Ewigkeiten), der mich mit durchschnittlich 8°C noch beschwingt in Wollpulli und Jeansjacke rumlaufen lässt. Und selbst in den geliebten Westfjorden ist wohl noch keine Sicht von Schnee, noch nicht mal auf den Bergen.

Da wär nur noch die Sache mit der Dunkelheit. Ja, das ist tatsächlich etwas, woran ich mich gewöhnen muss. Begleitet mich tagtäglich momentan eine ständige Müdigkeit, liegt das wohl daran, dass die Sonne momentan gegen 10:25 auf und circa 16:00 wieder unter geht. Und wir haben noch einen Monat bis zum kürzesten Tag!!!
Heute morgen zum Beispiel wurde ich durch meinen Wecker geweckt, den ich auf 9Uhr gestellt hatte. Eigentlich möchte man denken, dass man nach 9,5 Stunden Schlaf hellwach ist, doch mein vom Wecker verwirrtes Ich fragte sich: “Hab ich den Wecker gestern abend nicht von 6:30 auf 9Uhr gestellt?”, um dann beim auf die Uhr schauen festzustellen, dass es bereits 9Uhr aber draußen noch stockdunkel ist und ich immernoch saumüde bin. Aber auch hierbei versuche ich positiv zu bleiben: gemütlicher kann ein Tag ja nicht anfangen, als mit warmem Kaffee im Bett zu sitzen, Kerzen und Lichterkette an, um dann 1,5 Stunden später auf einen dreistündigen Spaziergang zu gehen, um das Tageslicht as much as possible auszunutzen.

IMG_20131009_091055

Das wäre dann auch mein Tipp gegen Winterdepression: sich was gutes tun, dem Körper Tageslicht gönnen, ins Schwimmbad gehen, bei nettem (Kerzen)Licht gemütliche Lese-, Musik-, Kniffelabende verbringen, gesund essen und versuchen, sich nicht in das tiefe Dunkelheitsloch ziehen zu lassen. Aber noch hab ich ja gut Reden, noch steht der Winter in den Startlöchern und noch erhellen all die Weihnachtsbeleuchtungen die Straße. Die wirklich lange dunkle Zeit kommt noch. Aber ich hab ein paar Bücher die ich noch lesen wollte, Musik die lange auf meiner “HÖREN!!!”-Liste steht und vielleicht ja die ein oder andere Geschichten-Idee, die zu Papier gebracht werden will.