(almost) no words, just pictures

There is too much to say but I am speechless. So, better to show you some nice pictures from the past months.

The summer has been great so far, temperatures between 15 and 18°C, not much wind so this temperatures acutally felt warmer than they sound. I traveled a bit in Iceland, I saw parts I haven’t seen yet, showed parts I already knew to guests.


And I have been in Germany for some days. Not more, not less.

Exciting times right now…in all of their beautiful and bad colours. Reality needs me!

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Fernweh / Heimweh

“You will never be completely at home again, because part of your heart always will be elsewhere. That is the price you pay for the richness of loving and knowing people in more than one place.”
(Miriam Adeney)

Ich bin seit sieben Monaten da, wo mich das Fernweh noch vor sieben Monaten hingetrieben hat. Ich bin quasi zu hause im Fernweh und es fühlt sich sehr gut an, es fühlt sich für einen Moment so an, als wäre das Fernweh gestillt. Jedenfalls für diesen Ort. Naja, nicht gestillt, denn meine Entscheidung noch ein bisschen zu bleiben habe ich aus dem Gefühl heraus getroffen, dass ich hier noch nicht fertig bin. Hier im Fernweh.

Doch mit der Zeit ist dieses Fernweh gewachsen, durch Begegnungen, die schon vor meiner Reise ins Fernweh meine Wege kreuzten, schon lange lange bevor. Aber auch durch Begegnungen die mir hier tagtäglich “passieren”. Die Menschen, deren Geschichten, deren Flausen im Kopf, deren free spirit, deren Ideen. Die kreuzen sich dann mit meinen Geschichten, meinen Flausen, meinen Ideen und lassen meinen free spirit wachsen. Und ich lasse jedes Mal einen kleinen Teil von mir in diesen Begegnungen, gebe ein Teil von meinem Herz mit auf den Weg in dem Glauben, dass mich der Weg einmal zurück zu meinem Stück Herz treiben wird, egal wo dieses hingereist ist. So wächst das Fernweh auch hier nach dem Weg der dahin führt, wo wieder Geschichten, Ideen, Flausen auf mich warten und mich wachsen lassen, während ich wachse.

Der Weg hat kein fassbares Ziel, mein Ziel ist ichsein, was immer das heißen soll. Aber den Weg bin ich bisher gern gegangen, wenn auch ich manchmal eine Sackgasse bis zum Ende gehen musste um sie zu erkennen. Wenn auch der Weg nie gerade ist, denn es gibt soooo viele interessante Abzweigungen, Umwege und roundabouts, in denen man sich manchmal bis einem kotzübel wird im Kreis dreht. Und auch wenn ich manchmal “vom Weg abgekommen” bin, war es auch dieser wert, ihn zu gehen, zu rennen oder zu kriechen. Denn auch diese Wege führen letztendlich zu dem was wichtig ist.

Und vielleicht führt mein Weg mich eines Tages wieder zurück, dahin wo ich hergekommen bin. Denn ein Stück meines Herzens, ein großes Stück, verweilt auch dort und wartet auf mich, wartet bis mein Fernweh / Heimweh so groß ist, um auch dieses Stück einzusammeln.

Schlaflos…

Ich bin aufgewacht, mitten am frühesten Morgen. Von einem komischen Geruch, von dem ich jetzt nicht mehr weiß, ob ich ihn geträumt habe oder ob er Wirklichkeit war. Wenn letzteres, hat sich irgendwer ins Haus geschlichen und um vier Uhr morgens Brot getostet. So roch es nämlich und ich bin für drei Tage allein im Haus. Und nun bin ich wach und klicke mich durch Lieblingsseiten wie Mit Vergnügen und vor allem deren Schwester Mit Vergnügen Hamburg.

Ja, morgens um vier Uhr am schönsten Ort den man sich vorstellen kann habe ich Sehnsucht…nach Sommerbildern aus Hamburg, nach Straßenleben, nach Eisessen in der Eisbande, nach Sitzen am Hafen mit einem kühlen Astra. Nach Sitzen im Park und reden mit der besten Freundin, nach Frühstücken mit der besten Mitbewohnerin, nach laut Mitsingen auf irgendeinem Konzert mit den Menschen von vorne links.

Mir geht es gut hier, sehr sehr gut. So gut, dass ich Angst habe vorm Abschied von diesem Punkt meiner Reise. Denn das hier fühlt sich an wie zuhause sein, wie eine Familie, oder/und Freunde. Und bis sich das für mich so anfühlt, brauche ich immer ein Weilchen…die Sache mit dem Vertrauen und so. Nicht nur Vertrauen in andere Menschen, auch Vertrauen in mich, in das Gute, Vertrauen in jeden Schritt, auch wenn ich über ewige und steile Steinberge gehen muss, um zur Spitze des Berges zu kommen, oder ich rutschige Hänge hinunter muss, um am Ende wieder auf den weichen Grashügeln zu landen. Sich auf temporäre Freundschaften einlassen, temporäre Liebe zulassen. Wobei ich das Wort “temporär” für blödsinnig halte, denn egal wie lange eine Begegnung ist, wird sie doch immer irgendwie das Leben verändern und bereichern. Alles geht irgendwie, wenn man vertraut. Und das hier wohl die schönste Erfahrung, die ich mache.

Und trotz dieser großen Abschieds-Angst freue ich mich auf mein kleines gemütliches Zimmer in der Metropole. Ich freue mich auf die dunkle Jahreszeit (nachdem es jetzt gern noch ein paar schöne Herbsttage geben könnte), auf Weihnachten mit Freunden und Silvester in diesem Land. Und ich freue mich auf den Schafabtrieb Ende September, für den ich zurück komme in die Westfjorde, in den schönsten Fjord, mit der schönsten gravel road, den schönsten Pferden, der liebgewonnenen Kuhherde, den zauberhaften Bergen (die jetzt wunderschön rot leuchten von der Morgensonne), den Menschen die mir ans Herz gewachsen sind und die ich nie vergessen möchte.

Und in diesem Wirrwarr aus Sehnsucht, Fernweh und Trennungsschmerz beginne ich diesen Tag. Es wird ein toller werden, wie fast alle hier!

Island 2013 – Landmannalaugar & Myvatn

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Nachdem mich der erste Besuch im Winter 2012 so beeindruckt hatte, wollte ich das nächste Mal länger und im Sommer nach Island reisen. Ich entschied mich für Mitte August bis Anfang September und die günstigere Variante: Rucksack, Zelt, Schlafsack und trampen. Letzteres machte ich dann jedoch tatsächlich nur dreimal, fuhr sonst mit den zeitlich sichereren und gut vernetzten Bussen. Die meiste Zeit nutzte ich entweder Sterna oder Reykjavik Excursions, die eher für Touristen ausgelegten Busunternehmen die zwischendurch an Sehenswürdigkeiten halten. Wer auf letzteres verzichten kann und günstiger reisen möchte, sollte sich an die Linienbusse z.B. vom Unternehmen Strætó halten.

Grob geplant waren 16 Tage von Reykjavik über Landmannalaugar, eine Bustour durchs Hochland bis zum Myvatn. Von dort nach Akureyri und die letzten Tage auf die Halbinsel Snæfellsnes. Und das alles mit einem in Reykjavik geliehenen Zelt. Die ersten zwei Tage nach Landmannalaugar begleitete mich eine Freundin, die zu der Zeit in Reykjavik ein Praktikum machte. So konnte ich diese unfassbar schöne Reise wenigstens anfangs mit ihr teilen.

Die Nächte im Zelt waren kalt, doch meine Ausrüstung scheinbar gut genug, um nicht zu frieren. Tipp: falls einem kurz vorm Schlafen doch die Füße noch kalt sind, einfach nochmals dick einpacken, Wanderschuhe an und eine halbe Stunde spazieren gehen. Die Füße werden warm, der Körper auch und dann einfach Thermo-Unterwäsche an und ab in den Schlafsack. Zum Zelt musste ich erstmal Vertrauen aufbauen, machte es auf mich kein ganz so professionellen Eindruck. Doch die ganzen 14 Tage in denen ich zeltete, hat es mich nicht enttäuscht. Wir wurden sogar irgendwie Freunde, wenn auch das am Ende in Hassliebe umschlug. Nachts schlief ich meist mit Ohropax in den Ohren, um nicht vom Wind geschüttelten Zelt nervös gemacht zu werden. Selten hab ich so gut und entspannt geschlafen. Womöglich lag dies aber am Wandern und danach stundenlang entspannen im natürlichen Heißwasserfluss am Campingplatz von Landmannalaugar.

Iceland03Iceland07 Iceland09 Iceland14Die Fahrt über die Sprengisandur, eine der Hochlandpisten, war ungemütlicher als gedacht. Die Nacht zuvor wegen Sturm ziemlich unruhig und so auch mein Schlaf. Mein Vorhaben, im Bus den verpassten Schlaf nachzuholen, konnte ich nicht umsetzen. Aber dafür wurde ich mit wunderschönen Landschaften vorbei an Hofsjökul und Vatnakökull, stundenlanger öden Wüstenlandschaft, Fahrten durch Furten und fünf gebrochenen Busradmuttern entschädigt. Letztere wurden durch den innerhalb von 10 Minuten am Schadensort eintreffenden Rescue-Reparatur-Service schnell ausgewechselt. Auf dem Weg zum größten See Islands, dem Myvatn, machten wir Halt an meinem bisherigen Lieblingswasserfall Aldeyjarfoss und wenig später am eher “langweiligen” Goðafos.

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Iceland22Am Myvatn entschied ich mich für den am nördlichen Ortsrand von Reykjahlíð befindlichen Zeltplatz und wurde am selben Abend mit einem unfassbar schönen Sonnenuntergang über dem See belohnt. Leider war der nächste Tag genau das Gegenteil zu den Tagen zuvor, die überwiegend mit Sonne beglückt waren. Aber auch das gehört ja dazu. Mit einer Französin machte ich mich auf den Weg zum Hverfjall. Dort traf ich zwei Italiener wieder, die einen Tag zuvor auch im Bus nach Norden gesessen hatten und wir planten die nächsten vier Tage miteinander eine kleine Rundreise von Reykjahlíð nach Akureyri und von dort mit einem gemieteten Auto über Husavik, Asbyrgi und den Dettifoss wieder zurück nach Akureyri zu fahren. Davon dann beim nächsten Mal.

Well, you know that we are nothern now

Ich habe mich verliebt, eine Liebe die endlos scheint, die die Sehnsucht anfeuert, die bleibt, die nicht geht und die so stark ist, dass ich die kommenden Monate in meinem Traumland verbringen werde. Lange bevor ich 2012 endlich zum ersten Mal Island besuchte, fühlte ich diese Sehnsucht zu  dem Land, zur Natur, zu den Menschen. Die DVD “Heima” von Sigur Rós wurde für mich als Sehnsuchtstiller immer wieder aus dem Regal geholt. Ich wusste schon vorher, dass diese Insel mich gefangen nehmen würde. Die Sehnsucht wurde sogar noch größer, als ich im Sommer 2013 für fast drei Wochen mit Rucksack, Schlafsack und Zelt auf Island rumreiste. Seitdem gibt es kein Halten mehr. Island hat mein Leben verändert, ich verändere mein Leben, um für die nächsten Monate in Island sein zu können. Let’s start a new life!