First we take Manhattan…

Back from my trip to New York since more than one week and my head is still full of everything and my heart is still beating faster when all the great memories are coming up.

After three month of working in the solitude westfjords of this beautiful country I decided to jump into the complete opposite world. I always loved to live in a big city, even Hamburg seems to me not big at all as it has a very compact centre. And Reykjavik is in this case not a big city, it is for Iceland, but not compared to the capitals of Europe. New York was always something which was so so so far away from Europe. And it still is, just closer, cause Iceland is located between Europe and America. And New York was exactly that kind of lively and quirky city I needed after one and a half year of living with the same
320 000 people in this country.

During my preparations I realized that it is not possible to see everything in eight days, so I haven’t made big plans, just the ideas in my head what I would like to see but not to be stressed out. And this totally worked for me, even if I was stressed out though. And how shouldn’t I?! After I arrived in New York with the bus, after the first unfriendly impression of America (the mood of the busdriver was ten times worse than the mood of busdrivers in Berlin), after the first friendly impression of America (Hey John!), I was surrounded by more people than I saw the last months in Iceland. But I loved this kind of stress in the first few days.
NY47And I couldn’t stop to move almost all the days. So I was walking a lot, got lost in the first day, found a great breakfast/lunch place for the next days on my lost way and was impressed by the skyline of Manhattan and the beautiful evening sunlight which painted the streets in a deep orange light. And I loved the fact that it was still around 18°C in the evenings.

I crossed the impressive Brooklyn Bridge in the morning, not many people were up that early, so I had the views almost for myself. And I loved it. Haven’t been to the “lady of liberty”, but saw her from many places in New York. I walked through Soho, Tribeca and Greenwich Village, had lunch at Oscar’s Place, was wondering about this quiet areas in the middle of Manhattan, loved the people who were strolling around with a huge bunch of dogs. I guess I saw some famous people, I am just bad at movies, characters and from time to time I just thought “Oh, I know this face, but where from?”. At Gansevoort Foodmarked I bought Icecream for 6$, cooled my feet at The High Line, took pictures of people, was smiling about the guy who was singing out of tune to famous pop songs (as “Chandelier” from Sia) straight from his heart, took pictures from streetart and inhaled the dusty city air. My feet started to hurt at 5th Ave, I felt lost between all this fake streets around that area, couldn’t enjoy enough the beautiful Flat Iron Building, strolled through Washington Square Park to find the sub back home.

Gansvoort Foodmarket

Gansvoort Foodmarket

Brooklyn Bridge, Baby!

Brooklyn Bridge, Baby!

5th Ave

5th Ave

Flat Iron District

Flat Iron District

This special day was already so full of impressions, that in the end of the day I had the feeling to explode. In a positive way. But I couldn’t sit inside and stay home, so I decided spontanious to see the band Low in Williamsburg Music Hall. I loved the place, it reminded my on Hamburg / Berlin, the venue on my favorite one in Hamburg – Knust. And I loved to be between music lovers, between all this hip bearded guys and indie girls living in this gentrificated area. I felt homey. And realised once more how easy it is to talk to people, to meet interesting one, with great ideas and to enjoy a concert without knowing each other.

And this was just the beginning of my journey. More soon….

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Sommersonnenende

In den letzten Tagen gibt die Natur hier in den Westfjorden nochmal alles. Die Wiesen sind grüner als zuvor, wobei das fast der Unmöglichkeit entspricht. Der arktische Mohn lässt nun all seine letzten Knospen aufspringen eh hier alles am Mitte Oktober im Schnee versinkt. Nur die Vögel sind längst nicht mehr hier, oder nur vereinzelt, die Küken schon groß genug, um alleine auf den Beinen zu stehen bzw. auf ihren Flügeln zu schweben.

Westfjords15
Und auch meine Zeit geht hier vorbei, die wie immer im Fluge vergangen ist. Das tut sie seit ein paar Jahren, die Jahre ziehen an mir vorüber wie ein starker Windstoß, wie er grad durchs Haus zischt, alle Türen scheppern lassen, die Holzstufen knarzen und das Gras draußen plättet. Platt bin auch ich; von der Stille, von der Einsamkeit, von ein bisschen Arbeit, von der Enge, von der Weite, von der frischen Luft, dem guten Essen, von zu wenig Besuch, von zu viel Wechsel, von Langeweile, von den Bergen und den tief hängenden Wolken.

WestfjordsMe04Himmelhochjauchzend gibt es hier auch, nur gibt es für mich immer einen Grund zu schaudern, zu denken, zu grübeln. Wie lange soll ich bleiben und noch wichtiger, wohin soll ich danach? Ich stehe ein wenig auf dem Schlauch…ich will einen Schritt vorwärts machen, doch halte mich irgendwie zurück. Weil ich weiß, dass mein Herz bricht, ein Stück, wenn ich dieses Land verlasse. Es ist komisch, ich kann nicht so richtig sagen warum, aber hier will ich eigentlich zu hause sein, mit Unterbrechungen die mich in die weite Welt führen, die mich andere Kulturen sehen lassen. Und dann wieder zurückkommen, in das Sicherheitsgefühl, in das gewählte zuhause.

Flateyri32Wie auch am Ende des letzten Sommers, zieht es mich in die große Stadt, freue ich mich auf andere Gesichter, freue ich mich auf bekannte Gesichter, vertraute Stimmen, Vertrauen an sich. Ich freue mich auf die quirligen Straßen, an den Blick auf Esja. Und dann freu ich mich auf noch mehr Stadt, die größte die ich bisher in meinem Leben gesehen haben werde. Neue Abenteuer, neue Menschen, neue Eindrücke, wenigstens für ein paar Tage. Aber die Erinnerung daran wird bleiben, ein Leben lang in meinem Kopf. Wie das hier. Es bleibt.

Von Zwischenorten…

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Schon immer war ich mit meinen Gedanken manchmal in den Wolken, tagsüber, nachts, an der Supermarktkasse, der Ampel, während der Arbeit, beim Arzt. Die Zwischenorte, in denen ich mich dann befinde, können alles oder nichts sein, manchmal abstrakt, manchmal ganz greifbar, manchmal einfach nur ein paar Häuserecken entfernt, oder am Klavier sitzend. Einmal hat man mir gesagt, dass das eine besondere Gabe ist, sich wegträumen zu können, dass das manchmal helfen kann, um der Realität zu entkommen, die einen auffressen will. Früher war das so. Diese Zeit ist lange vorbei, doch das Tagträumen hab ich nicht verlernt.

Mal höre ich Meeresrauschen, während ich in einer Hängematte liege, spüre den warmen Wind an meinen nackten Füßen, den Sand auf meiner Haut, Möwengeschrei. Dann sitze ich auf einem Steg, irgendwo an einem kristallklaren See, lasse die Füße baumeln, das gletscherkalte Wasser treibt den kurzen Schmerz bis in meinen Kopf, Stille um mich rum. Manchmal träume ich von Hamburg und Doreen, Kiel und Maren, Australien und Kathi, von Mexico und Carlos. Oder ich träume von New York, wie ich mich an all den Plätzen wiederfinde die Annik vorher schon gesehen hat. Ich spaziere, mit einem lustigen Straßenkötermischling an der Leine, durch den Central Park, hänge an der Theke meines Lieblingsjazzclubs ab oder schlendere über die High Line. Manchmal träume ich vom tanzen, irgendwo in der Natur, im Abendsonnenlicht, zu meinen Lieblingssongs, mit Freunden, mit der Liebe. Ich träume von der Liebe, von Nähe, vertraut, wild, frei. Und ich träume von Island. In Island. Das ist das schönste! Weil ich merke, dass all das wahr werden kann und wenn es nicht wahr wird, bleiben immernoch die Tagträume.