(almost) no words, just pictures

There is too much to say but I am speechless. So, better to show you some nice pictures from the past months.

The summer has been great so far, temperatures between 15 and 18°C, not much wind so this temperatures acutally felt warmer than they sound. I traveled a bit in Iceland, I saw parts I haven’t seen yet, showed parts I already knew to guests.


And I have been in Germany for some days. Not more, not less.

Exciting times right now…in all of their beautiful and bad colours. Reality needs me!

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Magical Mt. Esja

Rvk07

Lay out the tricks on the floor
You are a demon
I will go back to the shore
You are the reason
Speaking made me an outlaw
See you next season with my guns
(Cheek Mountain Thief – Showdown)

Der Kopf voll mit Dingen die mich ablenken von den guten Sachen, von guten Menschen, von den guten Seiten. Das Herz schwer von Missverständnissen, von Unfairness, von Kälte, Winter, zu wenig Adventure. Die Sonne hilft, der Weg runter zum Wasser hilft, der Blick auf Esja hilft immer wieder, er tröstet, er gibt Kraft, den Glauben daran dass ich alles richtig mache, dass es richtig ist, zu sagen was man denkt und fühlt, für sich und andere einzustehen. Versuchen genau das sich nicht als Schwäche, sondern als Stärke anzuerkennen. Und das zählt, es für sich zu wissen. Was andere denken ist egal. Was Freunde denken ist nicht egal.

Sich auf die Stärken besinnen, die vielen Kleinigkeiten sehen, die man so liebt. Den Sonnenstrahl, der sich den Weg durch die Häuser bahnt. Selbst dieser Sonnenstrahl sein, Licht ins Dunkel in der Ferne bringen. Ich weiß ich bin hier noch nicht fertig, ich bin auch dort noch nicht fertig, ich werde nie irgendwo fertig sein, denn lernen, über sich selbst, über andere, das endet nie. Doch ich mag hier diesen Fleck nicht mit diesem letzten Eindruck verlassen, mit all der Schwere im Herzen. Ich möchte wieder leicht sein, wieder fliegen und trotzdem die Füße auf dem Boden haben, weil ich weiß wo ich hinwill. Und ich will hier sein, noch ein bisschen länger.

Noch oft den Weg runter zum Wasser gehen und beim Blick auf Esja das Gefühl von Frieden in mir haben, das Gefühl beschützt zu werden, von diesem Berg, weil er so viel Ruhe, Weisheit und Gutmütigkeit ausstrahlt. Wie ein altes Familienmitglied, das schützend und tröstend den Arm um einen legt und einem mit guten Worten den Weg weist.

Ch-ch-ch-ch-Changes

Mein Jahr endet mit Sachen packen, Dinge die sich angesammelt haben aussortieren, damit dass ich feststellen muss, dass in neun Monaten ganz schön viel zusammen gekommen ist, was nicht mehr nur in zwei Rucksäcke passen würde. Aber das ist ja nicht schlimm,  wenn man nur zehn Minuten entfernt eine neue Bleibe gefunden hat, die erstens mehr Platz und zweitens mehr Freiheiten bietet. Zwar mag ich dieses hübsche Häuschen in dem ich nun fast vier Monate gewohnt hab sehr gern, doch werden mir neun Quadratmeter auf die Dauer doch zu eng. Da bietet ein eigener Eingang, ein eigenes Badezimmer, ein gemütliches Zimmer mit genügend Platz auch für Besucher doch mehr als das bisherige.

Somit fängt mein neues Jahr irgendwie auch neu an. Mit meiner eigenen ersten, nicht WG-mäßigen Bleibe. Was dann kommt, weiß ich nicht. Mir rasen Ideen durch den Kopf, Flausen vom Reisen, Studieren, Buch schreiben. Einerseits ist da so viel was mich nachts manchmal lange wach liegen lässt, andererseits bin ich etwas überfordert von all dem. Vermutlich holen mich grad die Sprüche von Freunden und Familie ein, die sagen “Denk an deinen Lebenslauf. Bleib nicht zu lange weg”. Eigentlich habe ich mich davon frei gemacht, aber daran festzuhalten fällt mir grad etwas schwer.

Die Leichtigkeit kommt mir hier grad etwas abhanden, das Abenteuer gewinnt an Kopflastigkeit.  Mir fehlt die Freiheit, die Möglichkeit durchzuatmen, die ich noch in den Westfjorden gespürt habe, obwohl ich dort mehr an einem Ort “festsaß” als jetzt. Mir fehlen hier grad die free spirits, die den Sommer über an jeder Ecke lauerten. Jetzt ist alles so verkopft und extrem angestrengt, nicht unterzugehen, gut auszusehen, lustige Abende in den Clubs und Bars zu verbringen, sich abzulenken von dem was eigentlich wichtig ist. Mir fehlt hier ein bisschen Herz, Ehrlichkeit und Genügsamkeit. Ich brauche nicht viel um glücklich zu sein, das habe ich hier gelernt, aber irgendwie habe ich mich zugeschaufelt mit Dingen, die genau das Gegenteil bewirken. Also entweder akzeptieren oder ändern. Wie immer.

Fernweh / Heimweh

“You will never be completely at home again, because part of your heart always will be elsewhere. That is the price you pay for the richness of loving and knowing people in more than one place.”
(Miriam Adeney)

Ich bin seit sieben Monaten da, wo mich das Fernweh noch vor sieben Monaten hingetrieben hat. Ich bin quasi zu hause im Fernweh und es fühlt sich sehr gut an, es fühlt sich für einen Moment so an, als wäre das Fernweh gestillt. Jedenfalls für diesen Ort. Naja, nicht gestillt, denn meine Entscheidung noch ein bisschen zu bleiben habe ich aus dem Gefühl heraus getroffen, dass ich hier noch nicht fertig bin. Hier im Fernweh.

Doch mit der Zeit ist dieses Fernweh gewachsen, durch Begegnungen, die schon vor meiner Reise ins Fernweh meine Wege kreuzten, schon lange lange bevor. Aber auch durch Begegnungen die mir hier tagtäglich “passieren”. Die Menschen, deren Geschichten, deren Flausen im Kopf, deren free spirit, deren Ideen. Die kreuzen sich dann mit meinen Geschichten, meinen Flausen, meinen Ideen und lassen meinen free spirit wachsen. Und ich lasse jedes Mal einen kleinen Teil von mir in diesen Begegnungen, gebe ein Teil von meinem Herz mit auf den Weg in dem Glauben, dass mich der Weg einmal zurück zu meinem Stück Herz treiben wird, egal wo dieses hingereist ist. So wächst das Fernweh auch hier nach dem Weg der dahin führt, wo wieder Geschichten, Ideen, Flausen auf mich warten und mich wachsen lassen, während ich wachse.

Der Weg hat kein fassbares Ziel, mein Ziel ist ichsein, was immer das heißen soll. Aber den Weg bin ich bisher gern gegangen, wenn auch ich manchmal eine Sackgasse bis zum Ende gehen musste um sie zu erkennen. Wenn auch der Weg nie gerade ist, denn es gibt soooo viele interessante Abzweigungen, Umwege und roundabouts, in denen man sich manchmal bis einem kotzübel wird im Kreis dreht. Und auch wenn ich manchmal “vom Weg abgekommen” bin, war es auch dieser wert, ihn zu gehen, zu rennen oder zu kriechen. Denn auch diese Wege führen letztendlich zu dem was wichtig ist.

Und vielleicht führt mein Weg mich eines Tages wieder zurück, dahin wo ich hergekommen bin. Denn ein Stück meines Herzens, ein großes Stück, verweilt auch dort und wartet auf mich, wartet bis mein Fernweh / Heimweh so groß ist, um auch dieses Stück einzusammeln.