(almost) no words, just pictures

There is too much to say but I am speechless. So, better to show you some nice pictures from the past months.

The summer has been great so far, temperatures between 15 and 18°C, not much wind so this temperatures acutally felt warmer than they sound. I traveled a bit in Iceland, I saw parts I haven’t seen yet, showed parts I already knew to guests.


And I have been in Germany for some days. Not more, not less.

Exciting times right now…in all of their beautiful and bad colours. Reality needs me!

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Magical Mt. Esja

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Lay out the tricks on the floor
You are a demon
I will go back to the shore
You are the reason
Speaking made me an outlaw
See you next season with my guns
(Cheek Mountain Thief – Showdown)

Der Kopf voll mit Dingen die mich ablenken von den guten Sachen, von guten Menschen, von den guten Seiten. Das Herz schwer von Missverständnissen, von Unfairness, von Kälte, Winter, zu wenig Adventure. Die Sonne hilft, der Weg runter zum Wasser hilft, der Blick auf Esja hilft immer wieder, er tröstet, er gibt Kraft, den Glauben daran dass ich alles richtig mache, dass es richtig ist, zu sagen was man denkt und fühlt, für sich und andere einzustehen. Versuchen genau das sich nicht als Schwäche, sondern als Stärke anzuerkennen. Und das zählt, es für sich zu wissen. Was andere denken ist egal. Was Freunde denken ist nicht egal.

Sich auf die Stärken besinnen, die vielen Kleinigkeiten sehen, die man so liebt. Den Sonnenstrahl, der sich den Weg durch die Häuser bahnt. Selbst dieser Sonnenstrahl sein, Licht ins Dunkel in der Ferne bringen. Ich weiß ich bin hier noch nicht fertig, ich bin auch dort noch nicht fertig, ich werde nie irgendwo fertig sein, denn lernen, über sich selbst, über andere, das endet nie. Doch ich mag hier diesen Fleck nicht mit diesem letzten Eindruck verlassen, mit all der Schwere im Herzen. Ich möchte wieder leicht sein, wieder fliegen und trotzdem die Füße auf dem Boden haben, weil ich weiß wo ich hinwill. Und ich will hier sein, noch ein bisschen länger.

Noch oft den Weg runter zum Wasser gehen und beim Blick auf Esja das Gefühl von Frieden in mir haben, das Gefühl beschützt zu werden, von diesem Berg, weil er so viel Ruhe, Weisheit und Gutmütigkeit ausstrahlt. Wie ein altes Familienmitglied, das schützend und tröstend den Arm um einen legt und einem mit guten Worten den Weg weist.

All I’ve got is this sunny afternoon

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Einfach mal tagsüber ins Schwimmbad gehen, unter der Woche, zwischen Vormittag und frühem Nachmittag. Dann ist es nicht so voll und man kann entspannt an den Massagedrüsen sich den Rücken durchkneten lassen. Und immer wieder der Blick in den blauen* Himmel, an dem das Ausflugsflugzeug seine etlichen Kreise zieht.

Schwimmbäder gibts in Island in fast jeder kleinen Ecke des Landes, fast immer sind es Außenbecken und Hot Tubs. Nie war ich so viel wie hier im Schwimmbad. Was meist bedeutete, dass ich höchstens ein paar kleine Bahnen geschwommen bin, dann aber im Hot Tub entspannte. Aber gelernt habe ich, dass ich da nicht mehr als 15-20 Minuten verweilen sollte, da mir ziemlich schnell schwindelig wird. Am liebsten mag ich allerdings die natural Hot Tubs, die aus natürlichen heißen Quellen gespeist werden und irgendwo in schöner Natur zu finden sind. Meine Lieblingsorte dafür sind Grettislaug, der heiße Fluss in Landmannalaugar und der kleine natural Hot Tub 20 Kilometer von Bildudalur in den Westfjorden. Von da kann man im Sommer wunderbar die Mitsommernachtssonne beobachten. Aber Achtung, die streitsüchtigen Küstenseeschwalben – Kría – nisten dort.

Und ich mag besonders das Gefühl danach. Wenn man aus dem heißen Wasser kommt, sich in der kühlen Luft umzieht, dann mit den frisch gewaschenen Haaren und der leicht chlorig riechenden Haut (chlorig natürlich nur, wenn es ein ordinäres Schwimmbad ist) die letzten warmen Herbstsonnenmomente genießt. Wenn die Schatten der Bäume im wunderbar warmen Herbstlicht sich an den gegenüberliegenden Häusern abbilden. Die dicken Katzen sich ebenso die Sonne auf den Pelz scheinen lassen und Touristen die vor der Hallgrimskirkja stehen und die letzten Sonnenstrahlen des Tages so schönes Licht machen.

Also, gerade jetzt in der immer dunkler werdenden Jahreszeit – hier im Norden wird das wohl ganz schön heftig – sollte man sich so viel Zeit unter freiem Himmel gönnen, um das nötige Vitamin D Dingsbums zu produzieren und ohne Winterdepression und hängende Mundwinkel durch den Winter zu kommen.

* das geschah nicht heute, sondern an einem der Tage mit blauem Himmel.

101 Reykjavík

Aufgewacht pünktlich um 7:30, ohne Wecker. Kein Kindergeschrei, Katzenmiauen, Kuhmuhen aus der Ferne. Dafür Autos, Stöckelschuhe auf Asphalt und die Badezimmertür in meiner neuen WG. Der zweite Teil, oder wenn man will der dritte meines Abenteuers liegt noch frisch in der Luft. Seit zwei Tagen bin ich nun hier in der Metropole. Vom Landleben in den schönen Westfjorden in den Großstadttrubel nach 101 Reykjavik gezogen. Ich habe etwas Kopfschmerzen und Magenschmerzen, vielleicht die Reizüberflutung, vielleicht das Wetter, vielleicht das lang ersehnte Entspannen.

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Egal, denn ich fühle mich gut. Nach einem wunderbar entspannten Sonntag, der mit viel Schlaf und gutem Essen mein kleines Herz beglückte und abends dann mit Gänsehaut, viel Seufzen und wunderbare Menschen herzen beim Melodica Festival endete. Dafür startet die Woche mit ein bisschen Prokrastination. Da das Geld trotz bisher kostenlosem Wohnen und Leben hier ein bisschen knapp wird, sollte ich mir da was überlegen. Zwei Versuche wurden schon gestartet, die restlichen wollte ich ab heute angehen. Mit dem CV in der Tasche, vorsprechen, nach Jobs fragen, freundlich sein, lächeln, wach sein. Doch nachdem mich der freundliche Eymundsson-Mitarbeiter mit einem Gähnen und einem daraufhin “Sorry, it’s monday”-Gemurmel begrüßte, machte es auch bei mir “klick”. Der unfreundliche Post-Mitarbeiter (jaja, ich weiß, es ist Montag) tat dann sein übriges, ich hatte dennoch die Kopien des CVs in der Tasche und schlenderte nach wichtigen Kleinigkeiten-Käufen wieder in Richtung meiner neuen vier Wände. Trotz Montag fiel mir vorhin auf, dass ich bereits nach anderthalb Tagen schon wieder den Großstadt-Schritt drauf habe. Mein Schlendern ist eher ein schnelles Touristen-, Eisesser, Schaufensterbummler-Ausweichen. Der Unterschied zu Hamburg: ich habe dabei (trotz Montag) gute Laune. Auch aufgefallen: selbst in einem fremden Land stellt man sich immer an die Schlange im Supermarkt, in der es am längsten dauert.

Und nun hier, in meinen neuen vier Wänden, die schon nach wenigen Handgriffen, Auspacken, Einräumen und Zurechtzupfen nach mir aussehen: Wohlfühlpulli an, Teechen in der Tasse, Musik aus den Lautsprechern. Fühlt sich echt an dieses 101 Reykjavík.
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Vom Ankommen…

Reykjavik und Hausberg EsjaDa bin ich nun. Bereits seit anderthalb Tagen in der Hauptstadt Islands, untergekommen bei einer Freundin in ihrem ziemlich niedlichen und gemütlichen Häuschen. Das Ankommen in Island war selten so entspannt und schön, da diesmal das erste Mal im Hellen und da selbst so entspannt auch mit der nötigen Gelassenheit. Doch Ankommen ist nicht gleich Ankommen, richtig?

Ich bin müde, wahnsinnig müde. Das liegt sicher zum einen an den letzten nicht wirklich schlafreichen Wochen. Zum Anderen aber auch an der Energie die ich hier für das Realisieren dieses (verrückten) Abenteuers aufbringe. Aber sicher auch daran, dass ich tagsüber viel auf den Beinen bin. RVK 101 ist schnell wieder durchwandert. Lieblingsplätze wie eh der Tjörnin, das KEX Hostel und die Harpa. Diesmal aber auch aus organisatorischen Grünen zum ersten Mal im Einkaufszentrum Kringlan gewesen. Einkaufszentrum halt, dafür nun im Besitz einer isländischen Telefonnummer.
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Am Ende des ersten Tages nettes Beisammensein mit Sushi und hübschen Menschen mit senfgelbem Kleid, dem schönsten offenen Lachen und dem schönsten türkischen Namen des Abends, dem lustigsten finnischen Gesangsduett, ungarische Schimpfworte-Erklärerin, Filmmenschen aus Frankreich und deren kurzfristig mitgereister Begleiter aus Berlin, Freiwillige mit Sinn für Selbstgebrannten aus Pott und München, Salmiakkibonbon-geschichten-Erfinder und Blumenkranz und Einhornohrring Trangender im kleinsten und gemütlichsten Gartenhäuschen Reykjaviks bei der entspanntesten Gastgeberin. Und ich? Beobachte und staune und lausche und lasse alles auf mich wirken.

Angekommen bin ich, aber angekommen noch nicht, weil dies – so weiß ich – ein Zwischenhalt ist, weil es mich ab Montag in den Norden treibt, wo hoffentlich eine nette Familie, nette Gäste, freundliche Kühe und ein eigenes Zimmer oder wenigstens Platz zum Auspacken und ankommen auf mich wartet. Þetta reddast!

Harpa