grau grau grau…

Westfjords04“Bevor das Grau, Grau, Grau
Bevor das Grau, Grau, Grau
Sich hier festbeißt und sich langsam durch meine Adern schiebt
Durch meine Adern drängt und sich dort festbeißt
Will ich einmal noch am Ufer stehn
Schaun, wohin die Schiffe fahren
Schaun, wohin sie fahren und ob mich eins mitnimmt
In den Süden oder irgendwohin, wo mich niemand sieht,
mich niemand hört und mich niemand fragt.”
(Gisbert Zu Knyphausen – grau grau grau)

Manchmal hängen die Wolken so tief, dass es aussieht, als würden sie die Berge verschlucken. Sie kriechen dann einfach über den Fjord und verschlingen das Grün der Berghänge, das Lupinenlila, das Strandgelb. Und sie machen die Welt hier ein wenig kleiner, enger, begrenzter. Plötzlich kommt einem das Gefühl von Weite abhanden, man dreht sich im Kreis und weiß für den Augenblick nicht mehr, wie man rauskommt. Dann blitzt zwischen den dicken Wolken ein Sonnenstrahl ins Tal, belichtet einen kleinen Flecken Erde, benetzt es mit Wärme und Zuversicht. Lebendigkeit macht sich breit, ausgelöst nur durch diesen einen Sonnenstrahl. Wie muss es sein, hier eingeschlossen zu sein in der dunkleren Jahreszeit, wie ist es, wenn man tagelang keine Menschenseele sieht, kaum Licht durch die Wolken dringt oder nur Schnee und Wind einen umgibt? Wie gehen die Menschen mit der Enge in der Herzgegend um, wie begegnen sie den Geistern der Einsamkeit? Önundarfjorður33

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Zweinsam…

Önundarfjordur24
“Und am Ende schliefen wir immer wieder Arm in Arm ein, sehr vertraut und ich hätte diese Momente gern mitgenommen in den Tag. Ich hätte gern deine Nähe gespürt, außerhalb unserer Bettlaken. Doch da war nichts, nur die Enge in meiner Herzgegend. Ich habe mich einsam gefühlt in deiner Nähe.”

Den ganzen Text gibt es bei imgegenteil

Rabbabarapæ / Rhabarberkuchen

Bei uns im Garten, da wo zur Zeit der Löwenzahn mit den Sumpfdotterblumen und dem Sauerampfer um die Wette strahlen, wächst und gedeiht jede Menge Rhabarber. Ich kann mich noch erinnern, dass ich dieses säuerliche Zeug als Kind ganz schrecklich fand, doch nun bekomme ich vor allem von frischem (am besten noch warmen) Rhabarberkuchen nicht genug. Und der geht total easy peasy!

Rhabarber

Rhabarber so viel ihr wollt auf dem Boden der jeweiligen Form verteilen. Ihr könnt auch Erdbeeren, Äpfel oder Schinken unterrühren, ganz wie ihr wollt.

Zutaten für 1 – 2 Personen (zwei kleine Desertförmchen, backofenfest):

100 gr Butter
1/2 Tasse Mehl
1/2 Tasse Zucker
1 Ei
1/2 EL Kokosraspel
1/2 TL Backpulver
1/2 TL Vanillezucker

Zutaten für eine große Form (ich hab eine Auflaufform genommen):

400 gr Butter
2 Tassen Mehl
2 Tassen Zucker
4 Eier
2 EL Kokosraspel
2 TL Backpulver
2 TL Vanillezucker

Butter im Topf schmelzen. Währenddessen Mehl, Zucker, Kokosraspel, Backpulver und Vanillezucker in einer Schüssel vermischen. Wenn die Butter flüssig ist, vom Herd nehmen, kurz abkühlen lassen, dann die Mischung in den Topf geben, mit der Butter vermischen. Danach das Ei hinzugeben und solange verrühren, bis eine gleichmäßige Masse entstanden ist. Das ganze dann über den Rhabarber in der Form geben.

Bei 180 Grad in Backofen für 20-30 Minuten backen.

Das Endergebnis ist weniger was fürs Auge als mehr für Nase und Gaumen.
Guten Appetit!