Life according to my life

Ein paar visuelle Eindrücke…

IMG_20150111_140357new neighborhood…
IMG_20141225_135053winter in the city
IMG_20150113_230312
favorite chocolate von Omnoms!
IMG_20150115_135920please take me there and sing me to sleep…Kex Hostel
IMG_20150115_222102
IMG_20150122_140310learning icelandic…még finnst vaffla góð
IMG_20150123_023057
favorite horses in favorite westfjords
IMG_20150125_235400
winterly Gullfoss

IMG_20150129_230932IMG_20150128_154115random afternoon at Tjörnin

Advertisements

Magical Mt. Esja

Rvk07

Lay out the tricks on the floor
You are a demon
I will go back to the shore
You are the reason
Speaking made me an outlaw
See you next season with my guns
(Cheek Mountain Thief – Showdown)

Der Kopf voll mit Dingen die mich ablenken von den guten Sachen, von guten Menschen, von den guten Seiten. Das Herz schwer von Missverständnissen, von Unfairness, von Kälte, Winter, zu wenig Adventure. Die Sonne hilft, der Weg runter zum Wasser hilft, der Blick auf Esja hilft immer wieder, er tröstet, er gibt Kraft, den Glauben daran dass ich alles richtig mache, dass es richtig ist, zu sagen was man denkt und fühlt, für sich und andere einzustehen. Versuchen genau das sich nicht als Schwäche, sondern als Stärke anzuerkennen. Und das zählt, es für sich zu wissen. Was andere denken ist egal. Was Freunde denken ist nicht egal.

Sich auf die Stärken besinnen, die vielen Kleinigkeiten sehen, die man so liebt. Den Sonnenstrahl, der sich den Weg durch die Häuser bahnt. Selbst dieser Sonnenstrahl sein, Licht ins Dunkel in der Ferne bringen. Ich weiß ich bin hier noch nicht fertig, ich bin auch dort noch nicht fertig, ich werde nie irgendwo fertig sein, denn lernen, über sich selbst, über andere, das endet nie. Doch ich mag hier diesen Fleck nicht mit diesem letzten Eindruck verlassen, mit all der Schwere im Herzen. Ich möchte wieder leicht sein, wieder fliegen und trotzdem die Füße auf dem Boden haben, weil ich weiß wo ich hinwill. Und ich will hier sein, noch ein bisschen länger.

Noch oft den Weg runter zum Wasser gehen und beim Blick auf Esja das Gefühl von Frieden in mir haben, das Gefühl beschützt zu werden, von diesem Berg, weil er so viel Ruhe, Weisheit und Gutmütigkeit ausstrahlt. Wie ein altes Familienmitglied, das schützend und tröstend den Arm um einen legt und einem mit guten Worten den Weg weist.

læra íslensku – learning icelandic

Wer mich kennt, der weiß, dass ich kein großer Fan von Vorsätzen fürs neue Jahr bin. Denn ich denke, wenn ich mir etwas vornehmen will, kann ich genauso gut sofort damit anfangen. Somit habe ich seit knapp zehn Monaten einen Vorsatz: Isländisch lernen. Das mit dem sofort umsetzen hat bisher nicht so gut geklappt. Aber meine ersten Worte habe ich immerhin in den Familien gelernt, mit denen ich hier leben durfte. Das waren erst Kinderworte, natürlich pissa und prumpa, kurze wichtige Fragen wie “Hvert ertu að fara?” und Worte die vor allem mit Farmleben zu tun haben. Außerdem habe ich in Akureyri zwei Monate einem “Isländisch sprechen” Stammtisch mehr oder weniger regelmäßig beigewohnt und mich online in dieser Sprache weiterbildete. Aber nun wirds ernst! Ich besuche ab diesem Tag endlich einen Isländisch-Kurs in der Tin Can Factory. Warum eigentlich Isländisch lernen, eine Sprache, die eher eine Minderheit spricht, eine Minderheit die meist englisch sprechen kann? Weil ich mich interessiere, nicht nur für die Natur und die Menschen im Allgemeinen. Weil ich denke, dass Sprache ein ganz wichtiger Teil einer Kultur ist, die schließlich auch aus Musik und Literatur besteht. Und weil ich mitreden möchte, mit den Isländern. Auch wenn viele englisch können, kommt man doch näher an sie ran, wenn man auch ihre Sprache spricht.

Bei der Wahl des Kurses war mir deshalb wichtig, dass so viel wie möglich auf isländisch kommuniziert wird, dass wir unser Erlerntes schnell in Alltagssituationen umsetzen können. Denn ein Sprachgenie war ich nie, sondern habe immer am besten gelernt, wenn ich sprechen musste. Somit sind bei mir fünf Jahre Französisch nicht wirklich hängen geblieben. Ich kann genauso viel auf Französisch sagen, wie ich nach zwei Semestern Schwedisch konnte. Deshalb denke ich, ist die Tin Can Factory die richtige Wahl, da sie nicht nur Ort für Sprachunterricht, sondern auch für Kulturaustausch ist. So bietet diese Sprachschule mit “Meet The Natives” zum Beispiel ein lockeres Beisammensein an, bei dem zusammen gegessen, über die Sprache an sich informiert und in die Kultur der Isländer Einblick gegeben wird. Zudem gibt es einen Chor und einen Strickclub. In meinem Kurs werden wir in den nächsten Wochen neben dem klassischen aber kommunikativen Unterricht zusammen kochen (Hallo Þorrablót), ins Kino gehen und einen Abschiedsabend feiern.

Wer den klassischen Sprachunterricht bevorzugt (Menschen lernt man ja überall kennen), dem sei für isländisch (in Reykjavik) Mimir oder Multikulti empfohlen. Preislich sind die beiden etwas günstiger als die Tin Can Factory. Wer einen Job in Reykjavik hat, hat die Möglichkeit einen Teil des Geldes von der Union des Arbeitgebers wieder zu bekommen.
Wer Isländisch in seinem Heimatland lernen möchte, sollte sich bei den ansässigen Volkshochschulen erkundigen oder an den Universitäten, die oftmals (für Studenten) Sprachkurse anbieten.

Für mich heißt das nun also in den nächsten sechs Wochen drei mal wöchentlich sprechen, Hausaufgaben, lernen, fragen, verstehen, nicht verstehen, Gewusel im Kopf. 2015 startet also mit Neuem, Aufregendem, anders aufregend als 2014 aber dennoch. Einen Vorsatz hab ich allerdings noch: glücklich sein, und alles versuchen um es zu bleiben.