All I’ve got is this sunny afternoon

South11
Einfach mal tagsüber ins Schwimmbad gehen, unter der Woche, zwischen Vormittag und frühem Nachmittag. Dann ist es nicht so voll und man kann entspannt an den Massagedrüsen sich den Rücken durchkneten lassen. Und immer wieder der Blick in den blauen* Himmel, an dem das Ausflugsflugzeug seine etlichen Kreise zieht.

Schwimmbäder gibts in Island in fast jeder kleinen Ecke des Landes, fast immer sind es Außenbecken und Hot Tubs. Nie war ich so viel wie hier im Schwimmbad. Was meist bedeutete, dass ich höchstens ein paar kleine Bahnen geschwommen bin, dann aber im Hot Tub entspannte. Aber gelernt habe ich, dass ich da nicht mehr als 15-20 Minuten verweilen sollte, da mir ziemlich schnell schwindelig wird. Am liebsten mag ich allerdings die natural Hot Tubs, die aus natürlichen heißen Quellen gespeist werden und irgendwo in schöner Natur zu finden sind. Meine Lieblingsorte dafür sind Grettislaug, der heiße Fluss in Landmannalaugar und der kleine natural Hot Tub 20 Kilometer von Bildudalur in den Westfjorden. Von da kann man im Sommer wunderbar die Mitsommernachtssonne beobachten. Aber Achtung, die streitsüchtigen Küstenseeschwalben – Kría – nisten dort.

Und ich mag besonders das Gefühl danach. Wenn man aus dem heißen Wasser kommt, sich in der kühlen Luft umzieht, dann mit den frisch gewaschenen Haaren und der leicht chlorig riechenden Haut (chlorig natürlich nur, wenn es ein ordinäres Schwimmbad ist) die letzten warmen Herbstsonnenmomente genießt. Wenn die Schatten der Bäume im wunderbar warmen Herbstlicht sich an den gegenüberliegenden Häusern abbilden. Die dicken Katzen sich ebenso die Sonne auf den Pelz scheinen lassen und Touristen die vor der Hallgrimskirkja stehen und die letzten Sonnenstrahlen des Tages so schönes Licht machen.

Also, gerade jetzt in der immer dunkler werdenden Jahreszeit – hier im Norden wird das wohl ganz schön heftig – sollte man sich so viel Zeit unter freiem Himmel gönnen, um das nötige Vitamin D Dingsbums zu produzieren und ohne Winterdepression und hängende Mundwinkel durch den Winter zu kommen.

* das geschah nicht heute, sondern an einem der Tage mit blauem Himmel.

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