Aufmerksamkeitsdefizit

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Das passiert mir oft, wenn ich während meines neuen Jobs einen wunderbaren Blick auf die See und Esja habe. Dann steh ich plötzlich da, vergesse alles für einen kurzen Moment, in meinen Ohren höre ich ein Meeresrauschen und Möwengeschrei. Wenn dann noch ein Regenbogen auftaucht, bin ich völlig abgetaucht. Dafür allein liebe ich es hier an diesem Ort zu sein.

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lost my heart in the Westfjords…

…ich bin zurück von meinem viel zu kurzen Wochenendtrip in die Westfjorde. Aus schmerzlichem Vermissen bin ich gestern ein paar Fotos aus den letzten Wochen dort durchgegangen. Ich lass jetzt einfach mal Bilder sprechen…

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101 Reykjavík

Aufgewacht pünktlich um 7:30, ohne Wecker. Kein Kindergeschrei, Katzenmiauen, Kuhmuhen aus der Ferne. Dafür Autos, Stöckelschuhe auf Asphalt und die Badezimmertür in meiner neuen WG. Der zweite Teil, oder wenn man will der dritte meines Abenteuers liegt noch frisch in der Luft. Seit zwei Tagen bin ich nun hier in der Metropole. Vom Landleben in den schönen Westfjorden in den Großstadttrubel nach 101 Reykjavik gezogen. Ich habe etwas Kopfschmerzen und Magenschmerzen, vielleicht die Reizüberflutung, vielleicht das Wetter, vielleicht das lang ersehnte Entspannen.

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Egal, denn ich fühle mich gut. Nach einem wunderbar entspannten Sonntag, der mit viel Schlaf und gutem Essen mein kleines Herz beglückte und abends dann mit Gänsehaut, viel Seufzen und wunderbare Menschen herzen beim Melodica Festival endete. Dafür startet die Woche mit ein bisschen Prokrastination. Da das Geld trotz bisher kostenlosem Wohnen und Leben hier ein bisschen knapp wird, sollte ich mir da was überlegen. Zwei Versuche wurden schon gestartet, die restlichen wollte ich ab heute angehen. Mit dem CV in der Tasche, vorsprechen, nach Jobs fragen, freundlich sein, lächeln, wach sein. Doch nachdem mich der freundliche Eymundsson-Mitarbeiter mit einem Gähnen und einem daraufhin “Sorry, it’s monday”-Gemurmel begrüßte, machte es auch bei mir “klick”. Der unfreundliche Post-Mitarbeiter (jaja, ich weiß, es ist Montag) tat dann sein übriges, ich hatte dennoch die Kopien des CVs in der Tasche und schlenderte nach wichtigen Kleinigkeiten-Käufen wieder in Richtung meiner neuen vier Wände. Trotz Montag fiel mir vorhin auf, dass ich bereits nach anderthalb Tagen schon wieder den Großstadt-Schritt drauf habe. Mein Schlendern ist eher ein schnelles Touristen-, Eisesser, Schaufensterbummler-Ausweichen. Der Unterschied zu Hamburg: ich habe dabei (trotz Montag) gute Laune. Auch aufgefallen: selbst in einem fremden Land stellt man sich immer an die Schlange im Supermarkt, in der es am längsten dauert.

Und nun hier, in meinen neuen vier Wänden, die schon nach wenigen Handgriffen, Auspacken, Einräumen und Zurechtzupfen nach mir aussehen: Wohlfühlpulli an, Teechen in der Tasse, Musik aus den Lautsprechern. Fühlt sich echt an dieses 101 Reykjavík.
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