fall in love again and again…

…in Island ist das ziemlich leicht, wenn man Augen und Ohren aufhält. Zwar habe ich bereits einige viele Fotos auf meiner Festplatte, jedoch die Bilder die ich in meinem Kopf speichere sind unvergleichlich und unendlich. Da sind die vielen kleinen Momente, wenn die Wolken über die Bergkuppen zu rollen scheinen, wenn ein Entenpaar hochgeschreckt vom Traktor laut schnatternd aus dem Gras emporfliegt. Wenn am Horizont die Sonne scheint, über einem aber grad die Welt untergehen will.

Westfjords15

Die Westfjorde sind unbeschreiblich schön, anders als das was ich bisher von Island gesehen hab. Rau und wild, ungestüm und wechselhaft. Und die Arbeit auf der Farm ist ziemlich abwechslungsreich und macht Spaß (jetzt wo die Schafe endlich auch Richtung Berge unterwegs sind). Die beginnt meist morgens gegen 6:30 mit dem melken der Kühe, geht mit dem Säubern der Kälber- und Kuhställe weiter und natürlich die Fütterung der Tiere. Zwischendurch werden Zäune repariert, mit High-Pressure-Reinigungsgeräten hantiert und auch mal eine Herde Schafe Richtung Sommerurlaub getrieben.

Westfjords13

In den mittlerweile zwei Monaten Farmarbeit habe ich herausgefunden, dass ich kein Riesenfan von Schafen bin. Die sehen ja ganz putzig aus, wenn die so auf den Weiden rumstehen, aber ich bin ziemlich froh, wenn sie weit weit weg sind und ich ihr Mähen nur noch vereinzelt hören kann. Das Markieren der Lämmer allerdings fand ich ganz spannend. Herausfinden, welches Lamm zu welcher Mutter gehört, einfangen, impfen, markieren, freilassen. Gar nicht so einfach, vor allem wenn die wütende Mutter mit ihren Hörnern droht.

Respekt sollte man vor jedem Tier haben, doch mit einer Angst vor Tieren hätte ich hier wohl meinen Job verfehlt. Denn es kann schon sein, dass man zwischen einer Horde ausgewachsener isländischer Kühe entlanggehen muss. Auch wenn die nicht besonders groß sind, wiegen sie um die 500 Kilo. Und das Säubern der Kälberbetten kann sich auch als schwierig herausstellen, wenn sie denken, dass das Säuberungsgerät ein Spielkamerad ist. Das Spielen ist allerdings kein zimperliches, wenn man nicht aufpasst, kann es passieren, dass sie einen in der Gegend rumschubsen. Ist mir allerdings noch nicht passiert.
Westfjords17
Spannend all das und spannend, was da noch so kommt. Die umliegenden Berge jedenfalls verlieren langsam den Schnee auf ihren Hängen und das Gras leuchtet grün. Der Sommer zieht also auch in die Westforde ein, während die Menschen in der Ferne Bilder vom Strand posten. Dafür wirds hier nachts nie dunkel und man kann auch gegen elf Uhr nachts wunderschöne Sonnenbilder machen. Ich bin froh hier zu sein.

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