fell in love with…

…wie lange es her ist und warum und wieso und weshalb genau, weiß ich gar nicht mehr. Ich weiß, dass es in meiner Kindheit etwas mit Islandpferden zu tun hatte, von denen ich bis zu meinem ersten Island-Urlaub geglaubt hatte, dass sie auf der Insel frei leben, also ohne Zäune rumlaufen können. Dieser Mythos wurde gelöst, bewegen sie sich zwar das ganze Jahr über draußen, jedoch immer auf abgezäunten Weiden. Und die sind meist sehr groß. Mit Beginn der Pubertät richtete sich mein Interesse dann aber erstmal auf andere Dinge, wie das eben so ist. Pferde waren uncool, Musik, Party, Jungs wichtiger.

Aber mein Hang zu Landschaft mit Bergen, Meer und Einsamkeit war irgendwie schon immer da. Mit Ende neunzehn brachte mich die Sängerin Björk dazu, mir in der Bibliothek die ersten Bildbände von Island auszuleihen. Aber vollends verliebt habe ich mich, als Sigur Rós in mein Leben getreten sind. Ich schlief damals in der WG meines besten Freundes, der uns zum Schlafen Musik anmachen wollte.Doch “Ágætis byrjun” hielt mich wach. Während mein bester Freund selig schnarchte, war ich völlig aufgelöst wegen diesen sonderbar schönen, kraftvollen, bombastischen Tönen. Es folgten Live-Konzerte, die nie nie nie enttäuschten, es folgte der Island-Moment während der DVD “Heima” und die wachsende Sehnsucht nach einem Land, das ich nur von Bildern kannte. Ich fühlte mich verbunden, ohne genau zu wissen warum. Nur eine Ahnung, dass es mit der Lebendigkeit dieser Insel zu tun hat, mit den Naturgewalten, der Wildheit, der Einsamkeit. Doch zum damaligen Zeitpunkt, vor der Bankenkrise Islands, war es fast unmöglich für mich, dort hinzureisen, da es schon damals zu einem der teuersten Länder Europas gehörte.

Wie wir wissen, änderte sich das 2008, ich lugte immer wieder nach Flugpreisen, rechnete mein Geld durch und irgendwann Ende 2011 dachte ich eines abends, ich hatte es mir mit einer Flasche Wein gemütlich gemacht, “Warum nicht einen Flug nach Island und zum Iceland Airwaves buchen?”. Gesagt getan, die Nachbarn hatten sicher Teil an diesem Ereignis, ich jubelte, weinte und lachte mein irres Lachen. Und so besuchte ich Island im Oktober 2012 das erste Mal und bin nicht nur in ein Land gereist, welches mich wohl nie wieder loslassen wird, sondern habe dort auch Sigur Rós live erleben dürfen.

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